Bodenarten

Holzfußböden schaffen ein angenehmes Raumklima und veredeln Wohnräume. Holz ist seit Jahrtausenden das meistverarbeitete Naturprodukt für viele Lebensbereiche. Ob hell oder dunkel, lebendig oder ruhig, alle Sorten bieten Individualität und viele Variationsmöglichkeiten. Ob Massivholzdiele oder Fertigparkett – es gibt Holzfußböden in allen Holzarten und Oberflächen.



Fertigparkett
• Landhausdiele: der edelste Parkettbod. Die Hölzer werden in Handarbeit sortiert und präzise verarbeitet. Veredelte Oberflächen liegen im Trend – z. B gebürstet oder gefast. Da einige Baumsorten die notwendige Länge nicht aufweisen, gibt es aber nicht alle Holzarten als Landhausdiele.

• Schiffsboden: Die natürliche Optik dieses sehr lebendigen Holzbodens steht im Vordergrund.

• Parkett-3-Schicht-Diele:
Ein idealer Kompromiss zwischen Schiffsboden und Landhausdiele. Sie wirkt lebendiger als die Landhausdiele aber nicht so lebendig wie der Schiffsboden.



Massivholzdielen
Die Massivdiele ist auf Haltbarkeit für Generationen ausgelegt. Jede Diele wird aus einem Stück Holz gefertigt und als Fertigparkett in verschiedensten Formaten und Oberflächen produziert. Massivdielen werden meist nur mit natürlichen Ölen behandelt und enthalten daher keine schädlichen Inhaltsstoffe.



Holzpflaster
Besonders strapazierfähig und belastbar ist Holzpflaster, das sich sogar für gewerbliche und industrielle Bereiche eignet. Es bestehen aus vielen kleinen Holzklötzen, die zu einem Pflaster zusammengefügt werden, so dass die Oberfläche aus strapazfähigem Hirnholz besteht.



Verlegung
Bei der vollflächigen Verklebung wird das Parkett komplett auf den jeweiligen Untergrund verklebt.
Bei der schwimmenden Verlegung werden Nut und Feder miteinander verleimt, jedoch nicht der Holzboden mit dem Untergrund



Holz ist Natur
Von der rustikalen Landhausdiele bis zum edlen Intarsien <http://www.baunetzwissen.de/glossarbegriffe/Bodenbelaege-Intarsien_964555.html?layout=popup> -Parkett, vom Kiefernholz bis zur dunkel geräucherten Eiche – allen Böden aus Massivholz ist ist die warme Wirkung des natürlichen Materials gemein, außerdem sind Böden aus Massivholz besonders langlebig.

Aufgrund der Fähigkeit Feuchtigkeit zu speichern, sind bei Holz möglich. Abhängig vom Feuchtigkeitsgehalt der Umgebung gibt ein Holzboden Feuchtigkeit ab oder nimmt sie auf – quillt oder schwindet also entprechend. Fugen gehören bei einem Holzboden naturgemäß dazu und sollten in die Planung einbezogen werden. Ein fugenloses Parkett wäre nur bei fortwährend gleichbleibenden Raumluftzuständen möglich. Schmale Dielen sind weisen naturgemäß weniger derartige Veränderungen auf als breite.

Holzböden sind pflegeleicht und dauerhaft, allerdings zum Teil empfindlich gegenüber mechanischer Beanspruchung. Sind die Abnutzungserscheinungen allzu deutlich, lässt sich der Boden abschleifen und erneut versiegeln.

Dielenböden haben eine geringe elektrische Leitfähigkeit, gute isolierende Eigenschaften, eine angenehme Oberflächentemperatur und gleichen Feuchtigkeitsschwankungen der Raumluft in einem gewissen Umfang aus.



Oberflächenbehandlung
Holzdielen können je nach Beanspruchung und Geschmack behandelt werden: Wachsen, Ölen, Versiegeln, Seifen oder ein Anstrich kommen in Frage.

Filmbildende Lacke und Versiegelungsmittel sind härter als das darunter liegende Holz. Durch Steinchen, Sand oder Scherben können Kratzer und Kerben entstehen, durch die Feuchtigkeit eindringt, die dann nicht abtrocknen kann – es entstehen graue Flecken. Beschädigte Lackoberflächen können geschliffen und erneut versiegelt werden.

• Eine Behandlung mit Öl und anschließend Wachs erlaubt auch starke Belastungen ohne Abrieb. Falls dennoch Schäden entstehen sollten, reicht ein leichtes Nachschleifen und erneutes Ölen und Wachsen. Wachse und Öle brechen nicht und können auch nicht von Feuchtigkeit unterwandert werden, müssen aber in regelmäßigen Abständen nachbehandelt werden.

• Durch eine Behandlung mit Holzseife bleibt ein heller Holzton erhalten oder kann wieder hergestellt werden. Zudem hebt das Seifen die natürliche Struktur hervor.

Die Oberflächenbehandlung von Holzfußböden wird in der DIN 18356 VOB Teil C Parkettarbeiten.



Reinigung
Die Reinigung eines Dielenbodens ist einfach und beschränkt sich in der Regel auf das Entfernen des losen Schmutzes mit Mop, Besen oder Staubsauger sowie „nebelfeuchtes“ (nie nasses) Wischen. Stehendes Wasser oder aggressive Reinigungsmittel sollten unbedingt vermieden werden; Wischtücher aus Mikrofasern sind für Holzböden ungünstig, besser geeignet ist Baumwolle. Ebenso wenig sollten Reinigungsautomaten oder Dampfreiniger eingesetzt werden.

Wichtig für die lange Lebensdauer eines Holzbodens sind möglichst geringe Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen im Raum. So ist beispielsweise eine zusätzliche Luftbefeuchtung während der Heizperiode sinnvoll (ideal ist eine Luftfeuchte zwischen 50 und 60 %) und eine mittlere Raumtemperatur zwischen 18 und 20°C.



Fugenbildung
Verschiedene Holzarten reagieren unterschiedlich schnell auf Änderungen der umgebenden Raumluftfeuchte – Buche beispielweise deutlich schneller als Eiche. Viele Aspekte sind entscheidend für den Grad einer Verformung:

Faserrichtung des Holzes (radial oder tangential)
Aufbau des Fußbodens (kleine oder große Elemente, Massivholz oder Mehrschicht)
Möblierung
Relative Luftfeuchte: sie sollte in Wohnräumen zwischen 50 bis 55 % liegen. Das Holz sollte bei Anlieferung bzw. Einbau einen Feuchtegehalt von ca. 9% aufweisen, das entspricht einem Feuchtegehalt von ca. 50 - 60% bei einer mittleren Wohnraumtemperatur zwischen 20 und 22° C. Sinkt im Winter die relative Feuchte deutlich unter 50 %, muss mit Fugenbildung im gerechnet werden.
Auch eine Fußbodenheizung kann zur Fugenbildung führen, wenn die Oberflächentemperatur des Bodens über 26 °C ansteigt. Denn dann liegt die relative Feuchte der Oberfläche deutlich unter der des übrigen Raumes, das Holz schrumpft, der Estrich reißt und es entstehen Fugen zwischen den Elementen.
Auch bei nicht genutzten Räumen ist auf eine gleichmäßige Luftfeuchte zu achten.